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27.04.10

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7. Minensuchgeschwader

 

Information zu den Minensuchbooten: 

Die ersten Boote wurden bereits im Jahre 1966 in Dienst gestellt. Am 27. September 1966 kam die "Frauenlob" als Typboot der Klasse 362 Küstenwachboot nach Neustadt. Ihr folgte am 26. Oktober 1966 die "Nautilus". Beide Boote wurden zunächst dem 5. Minensuchgeschwader in Neustadt unterstellt.

Am 1.Januar 1967 wurde Korvettenkapitän Wollny beauftragt, das 7. Minensuchgeschwader in Neustadt aufzustellen. Die "Frauenlob" und "Nautilus" wurden ihm im Januar 1967 unterstellt. Nach Indienststellung der "Gefion" und "Medusa" bestand der Verband am 17. Februar aus 4 Küstenwachbooten, die unter den Nummern W31 bis W34 Erprobungen und Versuche fuhren. Am 20. März 1967 war mit der Indienststellung der "Undine" die 1. Division des 7. Minensuchgeschwaders komplett. Mit diesem Grundstock wurde am 24. März 1967 das 7. Minensuchgeschwader in Dienst gestellt.

Die Boote waren noch nicht mit Minenräumgeräten ausgestattet. Der Aufgabenbereich erstreckte sich einzelbootweise von Öffentlichkeitsarbeit, wie Begleitboot bei der "Travemünder Woche",  bis zum Beobachtungsauftrag "Taktische Nahaufklärung" von Puttgarden aus.

Im Jahr der Indienststellung des Geschwaders kamen noch die "Minerva" und "Diana" zum Verband nach Neustadt.

Am 1. Januar 1968 wurden die Boote aufgabengerechter in die Klasse 394 (Binnenminensuchboote) umbenannt und mit dem Kennzeichen "M" für Minensuchboote versehen. Gleichzeitig begann die Ausstattung mit Minenräumgeräten. Im  Jahre 1968 wurden die "Loreley" und "Atlantis" gleich als Minensuchboote unter der Kennzeichnung M 2678 und M2679 in Dienst gestellt.

Die erste Auslandsreise führte im gleichen Jahr nach Karlskrona in Schweden. Nach dieser Auslandsreise folgte die erste Ausbildungsreise nach Belgien zur Minenschule in Ostende. Dort wurden die Bootsführungen erstmals in die Minenabwehr eingewiesen. Am 10.02.1969 kam die "Acheron" als zehntes und letztes Binnenminensuchboot zum Verband. Von diesem Zeitpunkt an wurde die gemeinsame Minenabwehr und das Fahren in den Vordergrund der Ausbildung gestellt.

Die erste Rheinreise des Geschwaders führte in diesem Jahr nach Köln. Die traditionelle Übergabe einer "Buddel", abgeseilt von der Weseler-Rheinbrücke durch die Marinekameradschaft Wesel, wurde zum ersten Male durchgeführt.

Im November 1969 wurden die Taktischen Kennzeichen der Boote geändert, weil der Verband noch nicht der NATO unterstellt werden sollte. Als Hilfsfahrzeuge mit "Y" gekennzeichnet, nahm das Geschwader im Mai 1970 erstmals an dem Typmanöver für Minensuchboote "MINFLOTEX 70" teil.

Die Teilnahme an Manövern nationalen Zuschnitts wurde bis zum Jahre 1973 zur ständigen Einrichtung. Zwischendurch räumten die Boote den Schifffahrtsweg vor den Ostfriesischen Inseln von restlichen Minen des 2. Weltkrieges frei. Als eingefahrener Verband wurde das Geschwader im Juli 1973 der Nato zugeordnet. Jetzt konnten die Taktischen Kennzeichen wieder in "M" für MINESWEEPER geändert werden. Diese Kennzeichnung ist bis zur Außerdienststellung geblieben.

Der Aufgabenbereich wurde auf Natoebene erweitert. An Manövern internationalen Zuschnitts, in denen Boote in der Minenlege- und Minenabwehr arbeiten, wurde jährlich teilgenommen.

Der Typ Binnenminensuchboot hat sich in den Einsatzgebieten Nord- und Ostsee als konventioneller Minensucher so gut bewährt, daß 1982 und 1983 "Lebensverlängernde Maßnahmen" durchgeführt wurden. Die Außenhaut und das Spantenwerk wurden verstärkt. Die Lebenserwartung der Boote wurde dadurch über das Jahr 2000 hinaus verlängert.

An Höhepunkten ist noch zu nennen, die Durchführung des Wettbewerbes "Schwertfisch" im Jahre 1984 in Neustadt, an dem 800 Soldaten der Flottille der Minenstreitkräfte mit ihren Booten im Wettbewerb dem 7. Minensuchgeschwader unterlegen waren.

Ein weiteres Ereignis war die Übergabe der Truppenfahne des 7. Minensuchgeschwaders im Jahre 1986 durch den Typkommandeur an den Verband.

Das Geschwader wurde zum 1. Januar 1996 aufgelöst (Organisations- Änderungsweisung Nr. 1 / 95 -Marine- für den Aufstellungsbefehl Nr. 151 -Marine- vom 29. September 1995)

 

 

Binnenminensuchboote der Frauenlob-Klasse

 

Allgemeine Angaben zur Frauenlob-Klasse:

 

Bauwerft:    

Kröger-Werft, Rendsburg   

 Schiffsart und –klasse:

            Küstenwachboote (Küstenwachboote 60 bzw. Klasse 362)

            1968 Binnenminensuchboote, Klasse 394, Typschiff: Frauenlob

Schwesterschiffe:

            Nautilus, Gefion, Medusa, Undine, Minerva, Diana, Loreley, Atlantis und Acheron.

 Besatzung:

            24 Mann

 Technische Angaben:

            Gewicht voll ausgerüstet: 249 ts; L: 38,01 m; B: 8,02 m; T: 2,10 m

            Antrieb: Dieselmot.; Geschw.: 14,3 kn

 Bewaffnung:

            1 Flak – 40 mm; Minenzuladung möglich

 Allgemein:

Als etwas größerer Typ der Ariadne-Klasse wurden die zehn Boote der Frauenlob-Klasse gebaut. Die Boote haben Holzrümpfe und sind mit Räumgeräten ausgerüstet. Sie können aber auch, dann natürlich ohne Räumgerät, 30 Minen aufnehmen und als Minenleger fahren.

Namensherkunft:

            Traditionsnamen

 

Die einzelnen Boote:

Frauenlob:

Indiensthaltung und Kommandanten ab 27. September 1966

OLzS Kramer 09.66 – 04.67
StBtsm. Staudt 04.67 – 08.67  
HBtsm. Quadschmidt (i.V.)  09.67 – 10.67
StBtsm. Twirdy 10.67 – 04.68
StBtsm. Kroll (Wilhelm) 04.68 – 08.69
Btsm. Stute (i.V.) 08.69 – 09.69
OLzS Schulze (Fritz) (i.V.) 09.69 – 10.69
StBtsm. /LzS/OlzS/KL Lüdeke (Wilhelm) 10.69 – 03.78
LzS. Schürr       04.78 – (78)

 

Kiellegung: 20.06.1964
Stapellauf: 26.02.1965
Indienststellung:  27.09.1966 mit der Kennung W 31

Bis zur Bildung des 7. Minensuchgeschwaders dem 5. Minensuchgeschwader zugeteilt.

Ab 01.01.1968  Kennung M 2671
  1969 Kennung Y 1650
  1973 Kennung M 2658

 

Nautilus:

Indiensthaltung und Kommandanten ab 26. Oktober 1966

OLzS/KL Witt (Peter) 10.66 – 09.68
OLzS/KL Petzold  10.68 – 09.70
OLzS/KL Schulte (Hilmar) 10.70 – 08.72
OLzS Zimmermann 08.72 – 10.72
 LzS/OLzS Karpenstein 10.72 – (78)

          

Kiellegung: 20.08.1964
Stapellauf:  19.05.1965
Indienststellung: 26.10.1966  mit der Kennung W 32

               Bis zur Bildung des 7. Minensuchgeschwaders dem 5. Minensuchgeschwader zugeteilt.

Ab 01.01.1968 Kennung M 2672
  1969   Y 1653
  1973   M 2659

 

Gefion: 

Indiensthaltung und Kommandanten ab 17. Februar 1967

OLzS Mühlenmeister 02.67 – 09.69
KL Berger (Hans-Kristian) 10.69 – 03.70
LzS Klimpke 03.70 – 04.70
KL Göhr   04.70 – 12.72
KL Schulte (Hilmar) (i.V.) 12.72 – 02.73
KL Göhr  02.73 – 03.73
OLzS Kahl (Klaus-Peter)

03.73 – 09.77

OLzS Vangerow

10.77 – (78)

  

Kiellegung: 06.03.1965
Stapellauf: 19.06.65
Indienststellung:  17.02.1967  mit der Kennung W 33

Bis zur Bildung des 7. Minensuchgeschwaders dem 5. Minensuchgeschwader zugeteilt.

Ab 01.01.1968 Kennung M 2673
  1969 Kennung Y 1654
  1973 Kennung M 2660

 

Medusa:                                                       

Indiensthaltung und Kommandanten ab 17. Februar 1967                                                                                             

StBtsm. /OStBtsm. Struck 02.67 – 06.69
StBtsm. Jürs (Richard) (i.V.)  06.69 – 08.69
StBtsm. Lüdeke (Wilhelm) (i.V.) 08.69
LzS/OLzS Struck 08.69 – 09.70
LzS/OLzS Köbel 09.70 – 04.72
OLzS Hoepner (Detlef) 04.72 – 09.72
LzS Sanft 09.72 – 12.72
OLzS/KL Bastrop (Rolf) 12.72 – 09.76
OLzS Schwinum

10.76 – (78)

         

Kiellegung: 09.06.1965
Stapellauf: 25.01.1966
Indienststellung:  17.02.1967  mit der Kennung W 34 für das 7. Minensuchgeschwader

 

Ab 01.01.1968 Kennung M 2674
  1969 Kennung Y 1655
  1973 Kennung M 2661

                                      

Undine:

Indiensthaltung und Kommandanten ab 20.März 1967l

StBtsm. Johannesberg 03.67 – 04.67
OBtsm./StBtsm./LzS Kunz (Gerh.) 04.67 – 03.70
LzS/OLzS Klimke 04.70 – 03-71
OLzS Lehmann (Heinz-Otto) 04.71 – 09.71
LzS Bleck 10.71 – 09.72
LzS Idel 10.72 – (78)

          

Kiellegung: 01.10.1965
Stapellauf: 16.05.1966
Indienststellung:  20.03.1967  mit der Kennung W 35 für das 7. Minensuchgeschwader

 

Ab 01.01.1968 Kennung M 2675
  1969 Kennung Y 1656
  1973  Kennung M 2662

                                           

Minerva:

Indiensthaltung und Kommandanten ab 17.Juni 1967

StBtsm. Piekert 02.67 – 08.69
 OLzS Brick (i.V.) 08.69 – 10.69
StBtm./LzS/OLzS Piekert 10.69 – 01.73
OLzS Stephanie (i.V.) 01.73 – 06.73
LzS Wichmann 06.73 – (78)

          

Kiellegung: 31.01.1966
Stapellauf:

25.08.1966

Indienststellung:  16.06.1967  mit der Kennung W 36 für das 7. Minensuchgeschwader

 

Ab 01.01.1968 Kennung M 2676
  1969 Kennung Y 1657
  1973 Kennung M 2663

                                                                          

Diana:                               

Indiensthaltung und Kommandanten ab 21. September 1967

StBtsm. Lüdeke (Wilhelm) 09.67 – 08.69
StBtsm. Jürs (Richard) 08.69 – 09.69
StBtsm. Wiebe (i.V.) 09.69
KK Wollny (stellv. Komdt.) 09.69
StBtsm. Jürs (i.V.) 09.69 – 10-69
StBtsm. Stephanie (i.V.) 10-69 – 11.69
StBsm./LzS/OLzS Jürs (Richard) 11.69 – 08.74
LzS/OLzS Morgenstern (Rüdiger) 08.74 – (78)

          

Kiellegung: 26.05.1966
Stapellauf: 13.12.1966
Indienststellung:  21.09.1967  mit der Kennung W 37 für das 7. Minensuchgeschwader

 

Ab 01.01.1968 Kennung M 2677
  1969  Kennung Y 1658
  1973 Kennung M 2664

                                                  

Loreley: 

Indiensthaltung und Kommandanten ab 29 März 1968

StBtsm. Jeckel 03.68 – 06.69
StBtsm./LzS/OLzS Stephanie  06.69 – 06.72
KL Möller (Rüdiger) 06.72 – 09.72
OLzS/KL Bettin 10.72 – 09.73
OLzS Hoch (Gottfried) 10.73 – 09.76
KL Arp 10.76 – 09.77
OLzS Noack (Wolfgang) 10.77 – (78)

          

Kiellegung: 09.09.1966
Stapellauf: 14.03.1967
Indienststellung:  29.03.1968  für das 7. Minensuchgeschwader als erstes Boot von vornherein mit einer M-Kennung, d.h. M 2678

 

Ab 1969 Kennung Y 1659
  1973 Kennung M 2665

                                              

                                     

Atlantis:

Indiensthaltung und Kommandanten ab 29 März 1968

StBtsm. Rühse 03.68 – 06.69
StBtm./LzS/OLzS Wiebe (Walter) 06.69 – 09.75
OLzS Lehmann (Karl-Heinz) 10.75 – (78)

          

Kiellegung: 02.01.1967 als "KW 19"
Stapellauf: 20.06.1967
Indienststellung:  29.03.1968

 

Ab 29.03.1968 Kennung M 2679
  01.11.1969 Kennung Y 1660
  29.07.1973 Kennung M 2666

 

 

Acheron:

Indiensthaltung und Kommandanten ab 10. Februar 1969

OStBtsm./LzS Schulz (Fritz) 02.69 – 06.69
StBtsm./LzS/OLzS Ritter (Hugo) 06.69 – 09.74
LzS/OLzS Luckow 

09.74 – (78)

          

Kiellegung: 21.03.1967
Stapellauf: 11.10.1967 als letztes Boot ihrer Klasse.
Indienststellung:  als  M 2680 am 10.02.1969 für das 7. Minensuchgeschwader.

Noch im Jahr der Indienststellung wechselte Acheron die Kennung in   Y 1661

Ab 1973   Kennung M 2667

 

                                                                   

                                                           

     

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Stand: 27.04.10